
Bericht aus Rimpar aktuell, 06.10.2010
Zwei Mitglieder der FFW Maidbronn in einem Waldbrandcamp in Griechenland
Zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Maidbronn, Julia Sadler und Michael Amend, machten sich im August auf nach Griechenland zu einem Waldbrandcamp auf Einladung des Zusammenschlusses aller freiwilligen Feuerwehren Griechenlands (E.S.E.P.A.).
Der Einsatz geschah auf freiwilliger Basis; beide opferten ihren Jahresurlaub und auch die Kosten des Fluges und Aufenthaltes bezahlte man aus eigener Tasche. Abgeholt wurden sie in Thessaloniki und auf einen Campingplatz gebracht.
Das Zeltlager befand sich direkt am Meer und in einem Gebiet der höchsten Waldbrandgefahrstufe. Deutsche, österreichische, griechische und Schweizer Feuerwehrmänner und -frauen arbeiteten zusammen. Die Verständigung klappte auf Deutsch oder Englisch. Die griechischen Kameraden waren für den Kontakt mit der Berufsfeuerwehr zuständig. 22 Teilnehmer bezogen ihre Zelte und kleideten sich in die griechische Waldbranduniform ein, die aus Feuer hemmendem Stoff bestand. Dazu gab es Helme, Handschuhe und Feldflaschen.
In den ersten Tagen richtete man die sanitären Anlagen und die Wege dorthin her. Danach begann der Unterricht in Theorie und Praxis über das Geheimnis der richtigen und effektiven Bekämpfung von Waldbränden. Diese unterscheidet sich in Griechenland deutlich von der deutschen, denn dort wird besonderer Wert auf die „Fußtruppen“ gelegt, die das Feuer fast ohne Wasser bekämpfen und Schneisen in den Wald schlagen. Da in Griechenland akuter Wassermangel herrscht, dienen Löschfahrzeuge oftmals nur dem Flankenschutz, nicht der direkten frontalen Brandbekämpfung.
Nach der Einteilung der Feuerwehrkameraden/-innen auf die verschiedenen Fahrzeuge gab man Hacken, Rechen, Schaufeln, Kettensägen und Wasserrucksäcke aus. Alle Fahrzeuge wurden mit ausreichend Wasser und Nahrungsmittel beladen, um über längere Zeit autark arbeiten zu können.
In Griechenland praktiziert man nicht das hier übliche System mit Ablöseeinheiten. Dort bleiben die Ortskundigen so lange im Gelände bis das Feuer gelöscht ist. Deswegen Ein weiterer Teil der Ausbildung im Waldbrandcamp war der aktive Einsatz von Julia und Michael als Rettungssanitäter. Unterstützt wurden sie von einem Rettungsassistenten aus Waiblingen. Der Einsatzradius betrug 250 km. Das nächste Krankenhaus lag 45 Minuten entfernt. Einen Notarzt gibt es nur in Großstädten.
Doch auch der Spaß kam nicht zu kurz, so die beiden Maidbronner. Man hatte Gelegenheit zum Schwimmen im Meer und abends trafen sich die internationalen Freiwilligen in guter Kameradschaft.
Fazit für beide: Es war eine große Bereicherung und Erfahrung, ein Zuwachs an Wissen. Beide sind überzeugt, dass die Gefahr von Wald- und Flächenbrände in Deutschland mitunter unterschätzt wird.
 Bericht aus dem Eichstätter Kurier, 15.09.2010
Mit Schaufel und Rechen gegen die Flammen
Entbehrungen, Hitze, Stress, Feuer, schwer verletzte Unfallopfer

Bericht aus der Main-Post Würzburg, 02.10.2010
Der Kampf wider das Feuer
Zu einem Waldbrandcamp nach Griechenland reisten Julia Sadler und Michael Amend, zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Maidbronn. Der Einsatz geschah....

– nach einem entspannten Sommerurlaub im heißen Monat August klingt das nicht gerade.... |